Das „Nein zur Kopfpauschale“ fiel in Straelen deutlich aus. In nur 1 ½ Stunden sammelte die Straelener SPD 75 Unterschriften für eine solidarische Gesundheitsversorgung. „Fast jede Minute eine Unterschrift“ verdeutlicht Peter Danzer, Vorsitzender der SPD-Senioren im Kreis Kleve und Straelener SPD-Vorstandsmitglied.
Das fanden auch die Besucher des Informationsstandes in der Straelener Innenstadt. Sie unterschrieben bereitwillig die Forderung nach einem solidarischen Gesundheitssystem, in dem die Kosten gerecht auf alle Schultern verteilt werden. „Gesunde müssen für Kranke einstehen, Starke für Schwache.
Mit diesem Prinzip sind wir in der Bundesrepublik gut gefahren“ stellt Peter Danzer fest. Wenn sich die Beiträge zur Krankenversicherung nicht mehr nach dem Einkommen richtet, dann seien die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen am meisten belastet, an erster Stelle die Auszubildenden, die Arbeitslosen sowie die Rentner.
Otto Weber, Vorsitzender der Straelener SPD, weist noch auf eine weitere Sorge hin: „Wenn eine vernünftige Gesundheitsversorgung nur noch über Zusatzversicherungen erreicht werden kann, dann sind wir auf dem Weg in eine Dreiklassenmedizin. Ganz unten die Armen, gute Versorgung gegen privaten Aufschlag und Luxusklasse für die Reichen. Das ist nicht die Form der Eigenverantwortung, die wir uns vorstellen“.
Foto: SPD Straelen


