Zu den Äußerungen des Bundesbank-Vorstandsmitgliedes und früheren Berliner Finanzsenators, Thilo Sarrazin, über die mangelnde Integrationsbereitschaft und fehlende Intelligenz von Einwanderern erklärt der Landtagsabgeordnete Ibrahim Yetim:„Sich kritisch auch zu unbequemen Themen zu äußern und mitunter provokativ zum Nachdenken anzuregen, ist in Ordnung. Fehler in der Integrationsarbeit, die Bildung von Parallelgesellschaften, mangelnde Sprachkenntnisse vieler Migrantinnen und Migranten und die Ab- und Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsgruppen sind zentrale Probleme unserer Gesellschaft.
Diese werden von vielen Politikern, wie auch mir, politisch thematisiert“ so der Sozialdemokrat, der selber einen türkisch-kurdischen Migrationshintergrund hat. „Thilo Sarrazin vertritt aber ganz offensichtlich rassistische und volksverhetzende Thesen, um sein Buch besser an den Mann zu bringen. Das ist für mich ganz widerliches und billiges Marketing. Für Intoleranz und Fremdenhass ist in unserer Demokratie kein Platz. Ich fordere Herrn Sarrazin auf, die SPD zu verlassen. Außerdem sollte sich die Bundesbank als Repräsentantin unseres Staates gut überlegen, ob sie eine solche Person noch in ihrem Vorstand dulden will“ so Ibrahim Yetim weiter.
„Ähnlich wie Roland Koch, der heute sein Amt als hessischer Ministerpräsident abgibt, spielt auch Sarrazin mit den Ängsten der Menschen macht und Stimmung gegen Migrantinnen und Migranten. Solche Äußerungen haben in der sozialdemokratischen Partei nichts verloren“ erklärt der Landtagsabgeordnete.


