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Mit diesem Motto wird die Bedeutung von Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) als Risikofaktor für die chronische Nierenkrankheit unterstrichen. Die Nierenwoche (13. – 20. März) findet im Anschluss an den Weltnierentag statt. Ihr schließen sich bundesweit viele Nierenzentren mit Veranstaltungen an. So auch die Medizinische Klinik III am St.-Antonius-Hospital in Kleve mit dem Dialysezentrum Kreis Kleve.
Wir laden am Mittwoch, 10. März 2010, in der Zeit von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr zu einem Arzt-Patienten-Seminar in die Cafeteria des Krankenhauses ein.
Rund ein Drittel aller Nierenkrankheiten gehen auf das Konto von Diabetes – und derzeit werden etwa 90.000 Patienten mit einer Nierenersatztherapie, also Dialyse oder Transplantation, versorgt! Etwa 20-40 Prozent aller Diabetiker entwickeln im Laufe ihres Lebens Nierenschäden. Das bedeutet, dass Diabetiker eine Hochrisikogruppe bilden. Erfolgt keine fachärztlich-nephrologische Betreuung, steuern diese Patienten häufig unbemerkt auf die chronische Niereninsuffizienz zu, d.h. die Nieren versagen dann dauerhaft ihren Dienst und eine Nierenersatztherapie (Dialyse/Transplantation) wird erforderlich. Das gilt insbesondere für Diabetiker, bei denen der Blutzucker schlecht oder gar nicht eingestellt ist – sei es, weil sie ihre Diät- und Therapievorschriften nur sehr lax einhalten oder weil sie ggf. gar nicht wissen, dass sie einen Diabetes haben. Die Dunkelziffer von Diabetes ist auch in den westlichen Industrieländern hoch, weshalb jeder Erwachsene regelmäßig einen Blutzuckertest durchführen lassen sollte. Der ist auch im Vorsorgepaket der gesetzlichen Krankenkassen enthalten und kann im Rahmen der „Check- up 35 Untersuchung“ beim Hausarzt durchgeführt werden. So kann ein Diabetes frühzeitig erkannt und möglichen Folgeerkrankungen vorgebeugt werden. Eine solche Folgeerkrankung ist die chronische Nierenkrankheit: Denn wenn der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht ist, schadet dies den Blutgefäßen. Sie verengen sich, was auch zur Folge hat, dass das Nierengewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird - Zellen sterben ab. Auch in den Nieren gibt es Millionen feinster Blutgefäße, die dann absterben. Je weniger gesundes Nierengewebe vorhanden ist, umso schlechter können die Nieren ihre Aufgaben erfüllen. Die Häufigkeit einer Nierenschädigung steht im Zusammenhang mit Dauer und Einstellung des Diabetes: Je länger der Diabetes besteht und je schlechter der Blutzucker eingestellt ist, umso höher wird das Risiko einer Nierenbeteiligung. Doch Vorbeugung ist möglich! Diabetikern wird empfohlen, jährlich einen „Nieren-Check“ “ (Test auf Albuminausscheidung im Urin und Bestimmung des Kreatininwerts im Blut) durchführen zu lassen. Bei einer rechtzeitigen Erkennung und Behandlung der Nierenerkrankung lässt sich das Fortschreiten der Nierenschädigung oftmals gut aufhalten. Und natürlich ist die richtige Blutzuckereinstellung, aber auch die strikte Kontrolle des Blutdrucks (ein weiterer Risikofaktor für die Nierenkrankheit!) das A und O bei der Vorbeugung einer durch Diabetes bedingten Nierenerkrankung. Die Medizinische Klinik III am St.-Antonius-Hospital mit ihren Schwerpunkten Nieren- und Hochdruckkrankheiten und Diabetes greift das Motto der bundesweiten Aktionswoche der Deutsche Nierenstiftung auf und möchte im Rahmen der Nierenwoche 2010 die Bevölkerung über Funktion und Aufgaben der Niere und den Erhalt der Nierengesundheit informieren und in diesem Jahr besonders die Diabetiker für diese Problematik sensibilisieren. Arzt – Patienten – Seminar am Mittwoch, den 10. März 2010 von 17:00 – 19:00 Uhr in der Cafeteria des St.-Antonius-Hospitals mit: - Vortrag: Wie schütze ich meine Nieren? - Blutzuckertests - Blutdruckmessungen - Kontrollen mitgebrachter Blutdruckmessgeräte - Diätberatung - Informationsmaterial - Gespräche mit Ärzten und Diabetesberaterinnen – Sie fragen, wir antworten Veranstalter: Medizinische Klinik III – Dialysezentrum Kreis Kleve Chefarzt: Dr. Ulrich Tholl Oberärzte: Dr. J. Bojko, Fr. Dr. K. Döring, Dr. D. Braun Ass.-Ärztinnen: Dr. O. Deeva, Dr. W. Feizelmeier Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten, für Patienten und Angehörige. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bild: Dr. med. Ulrich Tholl, Chefarzt/Quelle: KKiKK
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