Kurz nach der monatlichen Sirenenüberprüfung, die an jedem ersten Samstag im Monat um 11.00 Uhr in Xanten stattfindet, wurde die Feuerwehr Xanten zu einem Einsatz zum Krankenhaus Xanten alarmiert. Ausgelöst hatte die Brandmeldeanlage des Objektes. Was von den Xantener Einsatzkräften keiner wusste: es handelte sich um eine nicht angekündigte Alarmübung, bei der die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr und in diesem Fall auch die Funktionsfähigkeit der Krankenhaus-Einsatzleitung überprüft wurde.Als Übungsobjekt diente das Katharinenhaus des Hospitals, in dessen Obergeschoss ein Dachstuhlbrand simuliert wurde, den der Hausmeister bei Schweißarbeiten ausgelöst hatte. Mitglieder vom Technischen Hilfswerk der Ortsverbände Geldern, Moers und Wesel stellten die Patienten da, die sich auf der Station darunter in ihren Betten und Rollstühlen befanden. Mittels Nebelmaschinen und Rauchpatronen wurden die Station Lioba und der Dachboden vernebelt, so dass es für die zuerst eintreffenden Kräfte real erschien. Für die Feuerwehr stellte sich neben der Brandbekämpfung die Aufgabe, die Patienten und den vermissten Hausmeister zu retten.
Nachdem der am Krankenhaus stationierte Rettungsdienst über Funk ein Feuer im Dachstuhl des Katharinenhauses bestätigte, forderte der sich noch auf der Anfahrt befindende Einsatzleiter weitere Einsatzkräfte an. Vor Ort wurden die Brandbekämpfung sowie die Menschenrettung zügig eingeleitet. Mehrere Trupps mit Atemschutzgeräten drangen in das Gebäude ein und kamen nach einigen Minuten mit den ersten Patienten wieder heraus. Zwischenzeitlich war auch die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) des DRK Rheinberg zur Einsatzstelle gerufen, die sich um die geretteten Patienten kümmerte und im Ernstfall auch deren Verlegung in andere Krankenhäuser durchführen würde, worauf aber bei dieser Übung verzichtet wurde.
Im Großen und Ganzen zeigte sich die Übungsleitung mit der Durchführung der Maßnahmen sehr zufrieden. Kleinere Probleme, die erkannt wurden, werden kurzfristig für die Zukunft auf- und in die Einsatzpläne eingearbeitet. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Christoph Rudolf aus Moers überzeugte sich vor Ort von der Schlagkraft der Einsatzkräfte.
Die Feuerwehr bedankt sich an dieser Stelle beim Krankenhaus Xanten für die Bereitstellung des Gebäudes als Übungsobjekt. An der Übung waren alle Einheiten der Feuerwehr Xanten, die Rettungswache Xanten, die Drehleiter der Feuerwehr Alpen, die SEG des DRK Rheinberg, die Kreisleitstelle in Wesel sowie die genannten Ortsverbände des THW mit rund 100 Personen beteiligt. Die Küche des Krankenhauses versorgte die Einsatzkräfte anschließend noch mit einer kräftigen Erbsensuppe.













